Stadtgeschichte von Ulm

Die Universitätsstadt Ulm in Baden-Württhemberg an der Donau ist eine kreisfreie Stadt. Sie gehört mit 120.000 Einwohnern zu den kleinsten Großstädten Deutschlands, ist aber trotzdem die drittgrößte Stadt Württhembergs. In der Stadt liegt der Alb-Donau-Kreises und sie gehört zur Region Donau-Iller innerhalb des Regierungsbezirks Thübingen.

Mit einem lateinischen Satz beginnt offiziell die Geschichte Ulms. Actum Hulmam palatio regio in Dei nomine feliciter. Amen 22.Juli 854 König Ludwig der Deutsche besiegelt eine Urkunde in der Pfalz Hulma.Dadurch erwähnt er die heutige Großstadt das erste Mal. Um 850 wurde die Königspfalz gegründet.

In Ulm werden viele für das Deutsche Reich wichtige Entscheidungen getroffen:z.B. beschließt im Februar 1077 die deutsche Fürstenopposition die Absetzung des regierenden Königs Heinrich IV. Bis in das 12.Jahrhundert bauen die Staufer die Stadt Ulm aus und die Stadt wird eine ihrer Hauptsitze. 1181Ulm ist eine Stadt. Im 13.Jahrhundert kommt der Untergang des Geschlechts der Staufer und es folgen heftige Kämpfe um den Thron. Anfang bis Mitte des 14.Jahrhunderts wollen die Handwerker eine Beteiligung am Rat der Ulmer Stadtregierung erreichen. 1345 kehrt in der Stadt Frieden ein. Im "Kleinen Schwörbrief" wird den Handwerkern aus den Zünften das Mitwirken am politischen Geschehen eingeräumt. Zum Erstaunen erlangen sie sogar die Mehrheit.

30.Juni 1377 wird der Grundstein zum Münster gelegt. Im 15.Jahrhundert erreicht Ulm den Höhepunkt seiner bisherigen Macht und des Reichtums in dem Ulm Exportgeschäfte soagar mit England aufnimmt. Ausserdem ist die Freie Reichsstadt Ulm mittlerweile ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen, Wein und Holz. 1546 sieht sich Ulm,das evangelische geworden ist,veranlasst, im Schmalkaldischen Krieg zu kapitulieren und sich dem katholischen Kaiser zu unterwerfen.
Kaiser Karl V erklärt 1548 den Großen Schwörbrief als nichtig und unterbindet die Zünfte, womit der Rat nun wieder eine patrizische Mehrheit hat.Somit ist der wirtschaftliche Niedergang vorprogammiert.

1634 und 1635 sterben ca. 5000 Menschen an der Pest. 1648, nach dem Dreißigjährigen Krieg, muss die Stadt sich an der Kriegsentschädigung beteiligen.
1770 steht Ulm vor dem endgültigen Bakrott. 1773 ist Ulm dazu gezwungen die Herrschaft Wain zu verkaufen. 1802 verliert Ulm sogar seine Unabhängigkeit. Zwischen 1842 und 1859 bauen mehrere Tausend Arbeiter die gigantische Bundesfestung. Nach dem Ersten Weltkrieg ist es in Ulm ruhig, doch die politischen Entwicklung fühlt man auch in Ulm.
1933 erbauen die Nationalsozialisten im Fort Oberer Kuhberg ein Konzentrationslager, das aber zwei Jahre später wieder aufgelöst wird. Im Zweiten Weltkrieg, Ende 1944 und zu Beginn von 1945 wird die Stadt des öfteren bombadiert. Am 17.Dezember 1944 wird Ulm vom schwersten Bombenhagel getroffen. 1951 beginnt man mit der Erschließung des Industriegebiets Donautal. 1955 wird die Hochschule für Gestaltung stlz eröffnet. 1987 gibt es kaum Arbeitslose. Vom 16. bis 20.Juni 2004 wird in Ulm der Deutsche Katholikentag abgehalten. Ausserdem feiert Ulm 2004 gleichzeitig zwei bedeutende Ereignisse: 1. wird der 1150te Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung stolz gefeiert und
2. feiert man den 125.ten Geburtstag Albert Einsteins